Grundsteinlegung für 35 neue Wohnungen in Düsseldorf-Garath

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände des stillgelegten Heizwerks Garath Nordwest entsteht neuer, überwiegend öffentlich geförderter Wohnraum. An der Wilhelm-Kreis-Straße haben Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Düsseldorf, der Stadtwerke Düsseldorf und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft Düsseldorf den Grundstein für das neue Wohngebäude gelegt.

Die SWD investiert rund 9,1 Millionen Euro in das Projekt. Bis zum Spätsommer 2027 sollen insgesamt 35 Wohnungen fertiggestellt werden. Davon entstehen 29 Wohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau und sechs weitere im Rahmen der städtischen Impulsförderung. Der Wohnungsmix aus Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen richtet sich an Singles, Paare und Familien.

Flächenrecycling mit Weiternutzung des Bestands

Eine besondere planerische Aufgabe war der Umgang mit dem ehemaligen Heizwerk. Nach dessen Rückbau bleibt der rund 6,30 Meter tiefe Bestandskeller erhalten und dient als Grundlage für den Neubau. Auf diese Weise wird eine bereits erschlossene innerstädtische Fläche weitergenutzt, ohne zusätzliche Grundstücksflächen in Anspruch zu nehmen.

Die drei Gebäudeteile mit vier, sechs und acht Geschossen schließen die vorhandene Lücke im Quartier und orientieren sich in ihrer Höhenentwicklung an der umgebenden Bebauung. Durch die kompakte Anordnung der Grundrisse um einen zentralen Erschließungskern konnte trotz des anspruchsvollen Grundstückszuschnitts ein effizienter und vielfältiger Wohnungsmix entwickelt werden.

Planung durch Henning Shin Architekten

Henning Shin Architekten begleitet das Projekt seit den ersten konzeptionellen Überlegungen. Unser Büro entwickelte die architektonische Lösung für die Umnutzung des ehemaligen Heizwerkstandorts und bearbeitet die Leistungsphasen 1 bis 5 – von der Grundlagenermittlung und Vorplanung über Entwurf und Genehmigungsplanung bis zur Ausführungsplanung.

Im Mittelpunkt standen dabei die wirtschaftliche Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die ressourcenschonende Einbindung des vorhandenen Kellers sowie eine kompakte und flächeneffiziente Gebäudestruktur.

Auch energetisch verfolgt das Projekt einen nachhaltigen Ansatz. Vorgesehen sind begrünte Dachflächen, eine Photovoltaikanlage mit Mieterstrommodell, ein Fernwärmeanschluss und Fußbodenheizungen. Ergänzt wird das Mobilitätsangebot durch Fahrradstellplätze sowie Pkw-Stellplätze mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge.

Mit der Grundsteinlegung beginnt nun die sichtbare Umsetzung eines Projekts, das beispielhaft zeigt, wie stillgelegte Infrastrukturstandorte in nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum umgewandelt werden können.

Projekt

Wohnquartier Schwanhildenstraße

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